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Kottmarsdorf ließ die Flegel tanzen
Der 30. internationale Druschwettbewerb im Dorfmuseum Markersdorf fand überraschend großen Besucherzuspruch. Drescher von der Mühle belegten Platz 3.

So viele Besucher wie am 1. März 2026 hat das Markersdorfer Dorfmuseum lange nicht mehr gesehen. Annähernd 1.000 kamen, um den 30. internationalen Flegeldruschwettbewerb mitzuerleben. Sieben Teams gingen diesmal an den Start.

Die Drescher der Natur- und Heimatfreunde Kottmarsdorf – von Anfang an bei diesem Turnier dabei - mussten als Zweite auf die Tenne, um zu demonstrieren, wie einst mit Muskelkraft die Körner aus den Getreideähren geschlagen wurden. Mit einer soliden Leistung belegten sie mit 81,8 Punkten den dritten Platz. Gemeinsam mit den Markersdorfer Junioren als Pokalgewinner und der ersten Mannschaft vom Traditions- und Schützenverein Fischbach bei Dresden als Zweitplatzierten konnten sie sich bei der Siegerehrung über eine Urkunde, ein gerahmtes Foto des Dorfmuseums und einen Kasten Bier freuen.
 
Wegen der Auflösung des Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbundes hatten manche diese Jubiläumsveranstaltung schon abgeschrieben. Doch viele freiwillige Helfer, darunter auch der Kottmarsdorfer Mühlenverein, zeigten, was ehrenamtliches Engagement auf die Beine zu stellen vermag. So honorierte ein aufmerksames und wissbegieriges Publikum nicht nur die Leistungen der Drescher, sondern auch eine Ausstellung zur Geschichte des Flegeldruschs oder eine Demonstration des Strohseilebindens durch den Markersdorfer Heimatverein.

Der 30. internationale Flegeldruschwettbewerb dürfte wichtige Impulse nicht nur für den Fortbestand dieser Veranstaltung, sondern des Dorfmuseums überhaupt gegeben haben.

 


Die Kottmarsdorfer Drescher in Aktion. Wie im Vorjahr belegten sie den dritten Platz - Nach dem Ausdrusch des Getreides genehmigten sie sich einen Schnaps, natürlich einen Getreidekorn.

 

   

Die Kottmarsdorfer Drescher nach der Siegerehrung - Wie Seile aus Roggenstroh für die Getreidegarben gebunden werden, demonstrierte der Heimatverein Markersdorf.
   





Dicht an dicht standen die Zuschauer im Vierseithof des Dorfmuseums und zeigten sich sehr interessiert und wissbegierig.






Aufmerksam begutachtete die Jury die Wettbewerbsbeitrage, hier Hans-Jürgen Rothe, ein ehemaliger Lehrer aus Markersdorf.


 


Die Flegeldrescher aus Fischbach, einem Ortsteil von Arnsdorf bei Dresden, schafften es erneut aufs Siegerpodest.


 

 
 
 

Text: Bernd Dreßler

Fotos: Dorfmuseum Markersdorf, Harald Elmer, Bernd Dreßler, Eberhard Matthes

 

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