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Trotz Eisheiligen: Mühlenbesuchern wurde warm ums Herz

Mit einem gelungenen Fest mit viel Musik wurde Pfingsten der 60. Geburtstag der Natur- und Heimatfreunde gefeiert.
 

"Pfingstn hoann de Bauern an winngstn" (am wenigsten), sagt eine Oberlausitzer Volksweisheit. Die Mitglieder der Natur- und Heimatfreunde Kottmarsdorf hatten zu ihrem 60. Vereinsgeburtstag jedoch sehr viel - Gäste nämlich, die nicht nur aus der Oberlausitz zum Mühlenfest auf den Pfarrberg kamen. Und das bei einem Wetter, das von den Eisheiligen unwirtlich bestimmt wurde.

     
     
     

Schon zum musikalischen Auftakt am Pfingstsonntag mit den Grenzlandmusikanten war das Festzelt gut gefüllt und viel Beifall dem Klangkörper sicher, zumal der 87-jährige Werner Jähne aus Oybin mit einem Bill-Ramsey-Medley glänzte. Als dann das Musikcorps Ufhausen, eine Marchingband der deutschen Spitzenklasse aus der hessischen Rhön, seine Auftritte hatte, kam das Publikum voll auf seine Kosten, vor allem als das Orchester an der Mühle seine neue Musikshow mit einer beeindruckenden Choreografie zeigte. Die Oberland-Discothek aus Cunewalde sorgte dafür, dass am Nachmittag bei den Kindern und am Abend bei den Erwachsenen keine Langeweile aufkam. Dass wegen der böigen Winde kein Heißluftballon starten und somit auch kein Ballonglühen stattfinden konnte, trübte die Stimmung nicht.

     
     
     
     

Am Pfingstmontag brachten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde per Pendelverkehr mit Ferkeltaxe und Ikarus-Bus noch viele zusätzliche Gäste zur Mühle. Als das Musikcorps Ufhausen unter Leitung von Gerhard Hohmann nach einer humorvollen Theatereinstimmung im Festzelt zu einem fast zweistündigen Konzert aufspielte, waren alle Plätze restlos besetzt. Sogar das Oberlausitzlied fehlte nicht, eigens für das Kottmarsdorf-Gastspiel einstudiert.

     
     
     

Am Nachmittag bestimmte der Mühlentag das Programm. Die Mühlenführer leisteten Schwerstarbeit, die Flegeldrescher ließen die Druschhölzer klappern. Wer wollte, konnte sich auf der Dezimalwaage des Müllers sein Gewicht bestimmen lassen. Beeindruckt von dieser "Prüfung der Wahrheit" zeigte sich kaum jemand, schließlich blieb vom Kuchen aus der Schaubackstube kein Krümel mehr übrig.

     
     
     
     

Bereits am Pfingstsonnabend war das Jubiläum der Natur- und Heimatfreunde mit einer Festsitzung eröffnet worden. Nachdem die Vereinsvorsitzende Christa Dreßler die markantesten Ereignisse der Vereinsgeschichte hatte Revue passieren lassen, würdigten zahlreiche Gratulanten das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder, unter anderem Kottmar-Bürgermeister Michael Görke, Lusatia-Vorsitzender Joachim Golbs und Vertreter der Partnermühlen aus Wehe und Accum. Es gab viele lobende Dankesworte an den Verein. Der möchte seinerseits diesen Dank weitergeben an die vielen Helfer aus Kottmarsdorf, die zum Gelingen des Festes beitrugen, ebenso an die Gemeindeverwaltung Kottmar, die die Organisatoren vorbildlich unterstützte. Auch der Gerüstbaubetrieb Clauß und Landwirt Jörg Günther aus Kottmarsdorf haben am Erfolg des Vereinsjubiläums einen besonderen Anteil.

     
     
     
  Fotos:

Franziska Großmann
Tobias Großmann
Bernd Dreßler
Jochen Kaminsky
Roland Schubert